30m Runter | © Sarah Höber
© Sarah Höber
© Sarah Höber

Bericht: Heubachcamp 2026

Der schiefe Turm von Heubach

16.08.2026

Beim Heubachcamp wurde wieder viel geklettert, geschnitzt, abgeseilt und gestaunt. Ein abenteuerliches Wochenende voller Teamgeist, Mut und Begeisterung.

Freitagabend versammelten sich Kinder des JDAVs Darmstadts und solche, die hoffentlich bald dabei sind, auf dem Gelände in Heubach. Die Zelte waren schnell - teilweise sogar ohne die Hilfe der Eltern - aufgebaut. Nach einem kleinen anfänglichen Chaos wurde die Küche, wie auch die darauffolgenden Tage, von fleißigen Küchenhelfer*innen überrannt und das Gelände wurde schnell zu einem Abenteuerplatz umfunktioniert.

 

 

Bei dem gemeinsamen Abendessen lernten sich die 23 Kinder und zehn Jugendleitende kennen. Für das erste Abenteuer sorgte Jugendleiter Noah mit drei anderen; gemeinsam machten sich neun Kinder und vier Betreuer*innen auf eine kleine abenteuerliche Nachtwanderung durch den Wald über dem Steinbruch. Der Abend wurde anschließend in den Zelten und unter dem klaren Nachthimmel ausgeklungen – sogar mit der Milchstraße und ein paar Sternschnuppen.

Der nächste Tag bot viele verschiedene Workshopstationen. Unterstützt und besucht wurde der Samstag noch von drei zusätzlichen Jugendleiter*innen und zwei Kindern aus der Inklusionsgruppe „Kichernde Kattas“. Die Kinder und sogar die Jugendleitenden schnitzten gemeinsam bei Andi Tiere, Schalen und Besteck aus Holz. Manche verbrachten sogar den ganzen Abend damit die Schnitzfigur mit Details zu verbessern. Bei den zwei Juniorjugendleiterinnen wurden aus alten Kletterseilen tolle Aufbewahrungskörbe gebastelt.

 

 

 

 

Im Steinbruch selbst gings hoch hinaus und auch wieder runter. Die Kinder konnten an der knapp 30m hohen Strickleiter empor klettern. Wer keine Kraft hatte, aber weiter hochwollte, wurde von den anderen angefeuert. Zudem konnte im Steinbruch an der Topropestation der Felsen selbst erklommen werden. 

Für die ganz mutigen ging es bei der Abseilstation über die Kante. Die Kinder wurden unten mit den nötigen Materialien: Alpintuber, Bandschlinge, Karabiner und Prusik am Klettergurt ausgerüstet. Oben, im Steinbruch, wurde ihnen dann ausführlich erklärt, wie die Materialien miteinander wirken, damit man ohne Gefahr unten wieder ankommt. Anschließend ging es gesichert über die Kante über ca. 30m gesichert runter. Da kann der/die eine oder andere ganz schön viel Mut gebrauchen.

Zu guter Letzt konnte der ein Turm aus leeren Kisten gebaut und erklommen werden. Über die zwei Tage und zig umgestürzten Kisten, ertüftelten die Kinder eine perfekte Taktik, wie man sich an dem Turm hocharbeiten musste, damit er möglichst lange beim Hochklettern steht. Einige Kinder schafften es, alle Kisten übereinander in dem Turm zu verbauen.

Nach dem gemeinsamen Abendessen ging eine kleine Gruppe wieder auf eine Nachtwanderung; die anderen machten es sich vor dem Haus gemütlich und fast alle Kinder und Jugendleitenden spielten gemeinsam Karten und teilten sich die Snacks. 

Am letzten Tag konnten nochmal alle Stationen besucht werden, bevor es an den Abbau ging. Währenddessen wurden auch die letzten Reste des Essens dabei verputzt. Nach dem Mittag standen dann auch schon die ersten Eltern auf dem Gelände und auch die waren sehr beeindruckt von den ganzen Stationen. 

Den Eltern zurückgegeben haben wir zwar ungewaschene, dafür sehr begeisterte Kinder. Und auch uns Jugendleitenden hat es sehr viel Spaß gemacht!